Schulmesse Juni 2017

 Das war die Schulmesse

am Montag, 12.6.2017
in der APOSTELPFARRE

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Bei dieser Messe legte Gröstenberger Jaspher  sein Glaubensbekenntnis ab und empfing zum ersten Mal die Heilige Kommunion.

 

 Gedanken zur Schulmesse

Wie reagieren wir, wenn einer uns etwas Böses angetan hat? – Oft ist der Hass unsere erste Reaktion. Wir sinnen nach Rache. Oder wir fordern zumindest Gerechtigkeit. Der andere soll seine Strafe erhalten, wie es sich gehört. Vielleicht wird so sein Unrecht wieder ausgeglichen. Aber ungeschehen kann er es nicht mehr machen, auch wenn er selbst seinen Fehler bereut und zur Sühne bereit ist und damit beiträgt zur Versöhnung. Ein wirklicher Neuanfang gelingt erst durch die Vergebung. Sie kostet uns alle einiges an Selbstüberwindung. Wir müssen Großmut walten lassen; der frühere Übeltäter muss Demut aufbringen. Die eleganteste Lösung ist die Liebe, womöglich wenn sie auf Vorschuss gewährt wird. Darum ist die Feindesliebe, die Jesus heute im Evangelium einfordert, die höchste Stufe auf der Leiter des menschlichen Mit einander. Aber verlangt die Feindesliebe nicht doch schon fast übermenschliche Kräfte? Wären wir selbst dazu bereit?


Gottes grenzenlose Liebe zu uns ermöglicht auch in unserem Herzen Liebe:
Liebe zu Gott,
Liebe zu uns selbst
Liebe zum Nächsten
und eben:
nicht als Ausnahmefall oder Grenzfall,
sondern als eigentlicher Testfall
als Herzstück christlicher Lebenspraxis:
Liebe zum Feind.
Liebe zu dem, der nicht liebenswert ist,
zu dem, der böse ist,
der mir meine Lebens Grundlagen rauben,
der mich kaputtmachen will.
Liebe zum Feind ist ein Weggehen vom „wie du mir, so ich dir“ zum
„wie Gott mir, so ich dir“.

Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst,
dass ich verzeihe, wo man beleidigt,
dass ich verbinde, wo Streit ist,
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist,
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht,
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert,
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste,
nicht, dass ich verstanden werden, sondern dass ich verstehe,
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt,
wer sich selbst vergisst, der findet,
wer verzeiht, dem wird verziehen,
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

Prof. K. Kuderer

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