Fußball Semifinale 2016

Fussball Semifinale 2016

Mit großen Erwartungen fieberte unsere im B-Pool bislang ungeschlagene HTL Wien 10 Fußballmannschaft dem Semifinalspiel gegen das BRG Wenzgasse entgegen. 20 Spieler wurden in den erweiterten Kader einberufen, von denen drei krankheitsbedingt und weitere sechs aus schulischen Gründen bereits Tage zuvor absagen mussten. Am Vortag verletzte sich dann noch ein Stammspieler im Training zwei andere hatten vergessen, dass ihre Klasse am Spieltag einen wichtigen Test hatte und mussten nachkommen. In letzter Sekunde konnte noch ein Schüler nachnominiert werden, sodass bei Anpfiff zumindest mit elf Spielern ohne Ersatzbank begonnen werden konnte.

Unsere Mannschaft ließ zunächst weder die mittgekommenen Fans beider Teams, die unparteiischen Beobachter noch den Gegner in irgendeiner Weise daran zweifeln, dass sie nicht als Sieger vom Platz gehen würde. Sie zog sowohl technisch als auch taktisch sämtliche Register ihres Repertoires, von Forechecking, Pressing über Kurzpass- und Wechselpassspiel, bis hin zu Doppelpässen und Flankenangriffe mit Hinterlaufen boten sie den Zusehern ausgesprochen attraktiven Fußball. Das gegnerische Team stand tief in der eigenen Hälfte und ließ dadurch kaum Torchancen zu. Allerdings gelang den Währingern auch kein nennenswerter Gegenangriff.

Witzelnde Zwischenrufe seitens der gegnerischen Ersatzbank und Zuseher beeinflussten unsere Spieler jedoch dermaßen, dass man zusehends die Konzentration verlor und das Spiel von Minute zu Minute verflachte. Trotz des Spielstandes von 0:0 warfen Teile unserer Mannschaft alle Tipps und Ratschläge über Board und das spielerische Niveau und die Ernsthaftigkeit des Spiels sank von einer missglückten Aktion zur nächsten. In Spielminute 20 fiel dann endlich der Führungstreffer zum 1:0, jedoch keine fünf Minuten später musste Richard Fabok aufgrund unkonzentrierter Nachlässigkeit einiger Mitspieler im eigenen Sechszehner die Notbremse ziehen. Dieses Foul wurde mit Elfmeter geahndet, dessen Ausführung den Ausgleich zum 1:1 zur Folge hatte. Zwar gelang abermals der Führungstreffer, jedoch unmittelbar vor Pausenpfiff verletzte sich Mittelfeldmotor Richard Fabok am Knie so stark, dass er verletzungsbedingt vom Platz musste.

Unser Team hatte demnach die zweite Spielhälfte mit zehn Spielern zu beginnen, da die Ersatzspieler wegen ihres Tests noch nicht eingetroffen waren. Während dieser Phase gelang dem BRG-Wenzgasse der Ausgleich zum 2:2. Unmittelbar danach waren die beiden verspäteten Schüler angekommen und unser Team war wieder komplett. Kaum hatten unsere Kicker den Ernst der Lage erkannt und das Spiel wieder einigermaßen unter Kontrolle, entgleiste einer unserer Spieler verbal, was glücklicherweise nur zu einer blauen Karte führte. Um ein Haar wären einige Spieler unserer Mannschaft diesem Beispiel gefolgt, doch zum Glück schafften einige Routiniers die erhitzten Gemüter wieder zu beruhigen. Von da an trachteten die Favoritner krampfhaft sich wieder ihrer Stärken zu besinnen und einer drohenden Entscheidung durch Elfmeterschießen zu entrinnen.

Ein Solo von Anil Özdemir und ein platzierter Schuss von Innenverteidiger Betim Bajrahtaraj fünf bzw. zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit bescherten dem unrühmlichen Spiel den erfreulichen Endstand von 4:2 und den Einzug ins Finale.

Kommentar von Mannschaftsbetreuer Prof. Truttmann unmittelbar nach Spiel:

„Eigentlich sollte ich mich gemeinsam mit unseren Spielern über den Einzug ins Finale freuen, aber der Ärger überwiegt momentan …

… Unkonzentriertheit, Undiszipliniertheit, und dumme Fehler hätten beinahe dazu geführt, dass wir als klar bessere Mannschaft sogar verlieren hätten können. Das ärgert mich umso mehr, weil ich den Spielern noch vor dem Spiel eingetrichtert habe, dass wir uns heute nur selbst besiegen können, aber anscheinend waren einige während der Vorbesprechung nur körperlich anwesend …

… wir haben derzeit wirklich eine ausgesprochen starke Mannschaft, eine tolle Mischung aus technisch versierten, schnellen, intelligenten, zweikampfstarken Spielern, die miteinander perfekt harmonieren können. Aber wenn wir es nicht schaffen, durch konzentriertes, mannschaftlich kompaktes Auftreten unser taktisches Konzept durchzuziehen, werden wir einen finalen Käfigkick verlieren …

… vielleicht hat dieses unrühmliche Semifinalspiel aber auch etwas Positives gebracht, nämlich veranschaulicht, was uns im Finale keinesfalls passieren darf …“

HTL Wien 10 Mannschaftskader:

Faruk Kudlu, Ismael Minoungou, Anil Özdemir, Oktay Coskun, Armin Muratovic, Amir Sabri, Clirim Kokollari, Quendrim Kokollari, Betim Bajrahtaraj, Richard Fabok, Kajetan De Giacomo, Fabian Gutenberg, Enis Sert

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