Fußball - Vizemeistertitel 2016

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Am 6.6.2016 fand das Schülerligafinalspiel (B-Pool) zwischen der HTL Wien 10 und dem GRG Krottenbachstraße statt. Austragungsort war die Hauptrasenanlage des Fußballpatzes Eibesbrunnergasse. Unter der Schirmherrschaft von Schülerligaorganisator Ernst Schneider und unter Leitung eines dreiköpfigen Schiedsrichterteams wurde das Finalspiel pünktlich um 13.30 angepfiffen. Groß waren die Hoffnungen unserer Schulmannschaft, nach dreijähriger Mittelmäßigkeit nun wieder einen großen Erfolg einzufahren.


Anders als erwartet wurde das Finalspiel am großen Rasenplatz (115m x 85m) ausgetragen. Leider mussten einige Stammspieler aus gesundheitlichen oder schulischen Gründen absagen, diese Ausfälle konnten aber durch den großen Kader relativ gut kompensiert werden. Während der ersten Spielminuten schien die Mannschaft des GRG-Krottenbachstraße besser mit der ungewohnte Größe des Spielfeldes zurechtzukommen und wirkte weit kompakter als unser Team. Daraus resultierten einige hochkarätige Chancen für die Döblinger, die diese jedoch nicht verwerten konnten. Mit Fortdauer des Spiels stellte sich unsere Mannschaft auf die Verhältnisse besser ein und den Zusehern wurde den sommerlichen Temperaturen entsprechend ein faires und ausgeglichenes Spiel geboten. In der 29. Spielminute erzielte Anil Özdemir nach Vorarbeit von Kajetan De Giacomo und Ismael Minoungou den Führungstreffer zum 1:0 für die HTL Wien 10. Leider hielt dieser Spielstand nicht bis zur Pause, denn kurz vor Seitenwechsel fiel der Ausgleich zum 1:1.
Die zweite Spielhälfte gestaltete sich relativ ausgeglichen. Das GRG 19 hatte zwar leichte spielerische Vorteile und vermochte sein Spiel etwas koordinierter aufzubauen, unsere Verteidigung stand hingegen sicherer und ließ nur wenige Torchancen zu. Im Angriff erarbeiteten sich unsere flinken, ballstarken Offensivspieler immer wieder gefährliche Vorstöße in den gegnerischen Sechzehner, woraus in der 60. Spielminute nach langem Pass von Betim Bajrahtaraj auf Ismael Minoungou die nochmalige Führung zum 2:1 resultierte. Leider konnte dieser Vorsprung wieder nicht gehalten werden und das gegnerische Team erzielte abermals den Ausgleichstreffer. Beide Teams fanden noch einige Chancen vor, Armin Muratovic köpfelte einen Eckball der Favoritner an die Querlatte, die Döblinger Gymnasialschüler hingegen versemmelten zwei hundertprozentige Möglichkeiten aus fünf Meter Entfernung.
Nach Ende der regulären Spielzeit stand es also 2:2, in diesem Fall sieht das Reglement ein sofortiges Elfmeterschießen vor. Unsere Spieler waren zu diesem Zeitpunkt völlig ausgebrannt, dehydriert und von Krämpfen geplagt. Einige muslimische  Spieler hatten die vom islamischen Religionslehrer eingeräumte Möglichkeit, das Fasten zu unterbrechen, nicht wahrgenommen, die anderen versuchten aufopfernd diese konditionellen Defizite durch noch höheres Laufpensum ihrerseits zu kompensieren. So manch verlässlicher Leistungsträger sah sich aus diesem Grund nicht mehr im Stande, einen Elfmeter sicher verwerten zu können, weswegen unroutinierte Strafstoßschützen antreten mussten und den Elferkrimi leider unglücklich verloren …
Trotzdem herzlichen Glückwunsch zum Vizemeistertitel!


Mannschaftskader:
Kerim Kocyigit, Eray Telci, Enes Sert, Ismael Minoungou, Anil Özdemir, Oktay Coskun, Armin Muratovic, Esmaeil Wafaei, Amir Sabri, Clirim Kokollari, Qendrim Kokollari, Betim Bajrahtaraj, Fabian Gutenberg, Kajetan De Giacomo, Faruk Kudlu

Spielerkritik:
Kerim Kocyigit:
gab aufgrund der Verletzung des Einsertormanns sein Debut im Finale. Wirkte anfangs etwas angespannt, meisterte diese Aufgabe jedoch ohne Tadel

Eray Telci:
wollte sich trotz leichter Knieläsion das Finale nicht entgehen lassen und lieferte eine gute Partie

Enes Sert:
kurzfristig eingesprungen zeigte er in Hälfte eins eine solide Leistung, nach der Pause verließen ihn jedoch seine Kräfte

Ismael Minoungou:
trotz Niederlage „man of the match“, riesiges Kämpferherz, an beiden Toren beteiligt

Anil Özdemir:
als offensiver Mittelfeldmotor unverzichtbar, absolute Spielmacherqualitäten, schnell, technisch stark und ballführend immer brandgefährlich, erzielte auch den ersten Führungstreffer

Oktay Coskun:
an der Seitenlinie zog es ihn während der ersten Halbzeit zu stark in die Mitte, mit Fortdauer des Spiels sehr zweikampffreudig

Armin Muratovic:
defensiv gewohnt verlässlich und stark, auch offensiv aktiv und gefährlich, diesmal leider nicht voll bei Kräften

Esmaeil Wafaei:
anfangs etwas desorientiert und überfordert, nach der Pause vor allem bei Zweikämpfen unbezwingbar

Amir Sabri:
der Abwehrchef als Innenverteidiger wie immer sehr verlässlich und routiniert, viel Übersicht und kompromisslos in schwierigen Situationen, diesmal wieder sehr stark

Qendrim Kokollari:
mit seinem Zwillingsbruder das Herz der Mannschaft, top motiviert, technisch stark, als „Doppelsechser“ am großen Feld eingesetzt, konnten aber zu zweit kaum die großen Löcher im Mittelfeld schließen

Clirim Kokollari:
mit seinem Zwillingsbruder das Herz der Mannschaft, top motiviert, technisch stark, als „Doppelsechser“ am großen Feld eingesetzt, konnten aber zu zweit kaum die großen Löcher im Mittelfeld schließen

Betim Bajrahtaraj:
nicht nur als Innenverteidiger souverän, sondern auch „Meister des langen Passes“

Fabian Gutenberg:
anfangs nur auf der Ersatzbank, zeigte am Rasen, dass er von der ersten Spielminute an eingesetzt hätte werden müssen

Kajetan De Giacomo:
diesmal an der Flanke, enorme Laufwege, im Konter stets gefährlich, leider fehlte im Finale das notwendige Quäntchen Glück für den Siegestreffer

Faruk Kudlu:
der Einsergoalie mit gebrochenem Finger zeigte bei seinem Debut als Feldspieler, dass Tormänner auch exzellente Fußballer sein können

Izet Memisevic (verletzt):
seine Abwesenheit als routinierter Außenverteidiger war nur schwer zu kompensieren

Paolo Trivisonne (abwesend):
der laufstarke Mittelfeldspieler mit exzellenten Maßflanken fehlte uns leider im Finale

Richard Fabok (verletzt)
das Fehlen unseres zweikampfstarken 6er-Staubsaugers war wohl die größte Vorgabe für die gegnerische Mannschaft

Adam Swoboda (abwesend):
hätte vielleicht als sprintschnellster Verteidiger das 1:1 verhindern können

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