Absolventen Elektronik

 Hüseyin Öczelik (Maturant 1996) promoviert sub auspiciis

Einen großen Erfolg feierte einer unserer Absolventen, Hüseyin Öczelik. Er maturierte an der Elektronik-Abteilung 1996 mit ausgezeichnetem Erfolg. Nach dem Abschluss seines Nachrichten- und Informationstechnik-Studiums an der Technischen Universität Wien promovierte er sub auspiciis. Der Goldene Ehrenring der Republik wurde ihm vom Bundespräsidenten im Dezember 2005 im Rahmen der Promotionsfeier verliehen.

Die HTL 10 gratulierte ihm bei einer kleinen Feier zu seinen Erfolgen. Anschließend überreichte er die Preise an die Gewinner der diesjährigen Projektwoche (2006). Näheres dazu finden Sie auf unserer Homepage (Medienecho).

Oezcelik 5 Prof. Guggenberg, Özcelik H.

 

 

Im Gespräch mit Hüseyin Özcelik

(ein Bericht von Andreas Huber, 5HNA 0506)

Hüseyin Özcelik könnte man als den Vorzeigeabsolventen der HTL Wien 10 bezeichnen. Nachdem er im Juni 1996 an unserer Schule die Matura an der Abteilung Elektronik mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, studierte er 10 Semester Elektrotechnik und beendete dieses Studium in der Mindeststudiendauer ebenfalls mit Auszeichnung. Anschließend machte er sein Doktorat am Institut für Nachrichten– und Hochfrequenztechnik an der TU Wien, an dem er auch Assistent wurde.

Derzeit arbeitet Hüseyin als Unternehmensberater und ist dabei, sein Volkswirtschaftslehrestudium abzuschließen. Wohin ihn seine berufliche Laufbahn noch führen wird, weiß er zurzeit noch nicht genau. Für seine außerordentlichen Studienleistungen (Oberstufenklassen, Matura, Diplom- und Rigorosenprüfungen, Diplomarbeit und Dissertation mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen) wurde er erst vor kurzem sub auspiciis (Wikipedia) geehrt, seine Promotion fand in Anwesenheit des Bundespräsidenten statt.

Hüseyin  Özcelik wurde zu einer Feier an die HTL Wien 10 eingeladen. An diesem Tag wurden die Gewinner der Projektwoche 2006 und eines Skirennens geehrt. Hüseyin übernahm es, die Pokale und Geldpreise den Prämierten zu überreichen. Nicht nur für die Projekte, sondern auch für die Ausbildung an der HTL fand er lobende Worte. In einem Gespräch mit AV Kirschner und ehemaligen Lehrern, bei dem ich anwesend war, beantwortete Hüseyin einige Fragen zur Ausbildung zum Techniker und zur Zukunft der HTL und des Fachgebietes.

Wie beurteilt Hüseyin Özcelik den Schultyp HTL, im Speziellen die unsrige?

Unsere Schule ist entgegen einigen Gerüchten sicher keiner anderen HTL vom fachlichen Niveau her unterzuordnen. Was er im Gespräch immer wieder betont, ist das technische und analytische Denken, das uns vermittelt wird. Man entwickelt über die Jahre an einer HTL die Fähigkeit, technische Probleme durch eigene Ansätze zu lösen. Das verschafft uns im weiteren Studium, aber auch im täglichen Leben einen großen Vorteil gegenüber Gymnasiasten, die uns allerdings im humanistischen Bereich um "Lichtjahre" voraus sind. Auch wenn im Dialog einige fragwürdige Unterrichtspraktiken angesprochen wurden (aber was solls – Lehrer sind auch nur Menschen), wird uns alles in allem eine solide Basis für ein weiterführendes Studium, aber auch für den Berufseinstieg geboten.

Wie steht es mit den Jobaussichten für unsere Abgänger?

Die Jobsituation für HTL Abgänger ist relativ zu sehen, da die Arbeitplatzsituation im Allgemeinen eine schlechte ist. Der Bereich Nachrichtentechnik, der vor einem knappen Jahrzehnt boomte, ist derzeit ausgelastet. Die Möglichkeit eines kleineren Aufschwunges in 5-10 Jahren aufgrund von Innovationen besteht zwar, spekulieren sollte man aber nicht damit. Schon lange bewährte Bereiche wie z.B.Leistungselektronik oder Maschinenbau stellen jedoch stets aktuelle Nischenbereiche dar. Tatsache ist, dass ein HTL-Abgänger sicher mehr Chancen hat in einer Firma unterzukommen, als ein Gymnasiast. Diese Jobs sind oftmals nicht einmal schlecht bezahlt. Die Nachfrage nach Uni-Absolventen ist sogar geringer, da Akademiker teuer sind.

Was meint Hüseyin Özcelik zur Ausländerproblematik in Schulen?

Die von den Medien breitgetretene Tatsache, dass Hüseyin ein Gastarbeiterkind ist/war, war für ihn nie wirklich ein Problem, da er sowohl die Volksschule als auch das Gymnasium in Österreich absolvierte. Ein Problem sieht er jedoch in der Gruppenbildung. Ausländer, die als Gruppe an eine Schule kommen (meist aus sozial schwächeren Schichten), lassen dem Einzelnen oft kaum eine Chance, seine Begabungen wahrzunehmen und aufzusteigen. Diese gegenseitige Beeinflussung müsste unterbunden werden. Durch „Isolation“ (obwohl er mit diesem Wort sehr vorsichtig umgeht), Kontakt zu den Eltern, Förderungsprogramme, motivierende Gespräche, Wiedereinführung von Aufnahmsprüfungen etc. Ein Patentrezept hat aber selbst Dipl. Ing. Dr. Öczelik nicht parat.

Welchen Rat würde Hüseyin Özcelik HTL Schülern mitgeben?

Die Schule ist eine Chance, die man wahrnehmen sollte. Man könnte Schule als „risk free environment“ bezeichnen. Es geht um nichts – nur um Noten, und dass man etwas dazu lernt.

Oezcelik 4 Özcelik H., Prof. Walter, AV Kirschner
Oezcelik 6 Özcelik Murat (jüngerer Bruder),
Prof. Walter,
AV Kirschner
Oezcelik 2 A. Huber (5HNA),
Prof. Guggenberg,
Özcelik H.
Oezcelik 8 Özcelik H.,
Özcelik Murat (jüngerer Bruder),
Prof. Walter,
AV Kirschner,
Prof. Guggenberg (von hinten)
Medienecho
salzbN__14_12_2005.jpg Bericht in den Salzburger Nachrichten
salzbN__14_12_2005.jpg Bericht in der Presse
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