Kolleg Elektrotechnik - Nachhaltiges Energiemanagement

 

Kurzcharakterisierung der fachlichen Ausbildung:

Elektrotechnik mit Schwerpunktsetzung auf eine moderne, nachhaltige elektrische Energieversorgung und den effizienten Einsatz elektrischer Verbraucheranlagen mit hohem Bezug zu Praxis und Wirtschaft.

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ALLGEMEINES:

Die Ausbildung erstreckt sich über einen Zeitraum von vier Semestern (2Jahre), wird in 5-Tageswochen unterrichtet und endet mit einer Reife- und Diplomprüfung. Diese Ausbildungsform richtet sich vor allem an Fachschulabsolventen der Elektrotechnik sowie an qualifizierte Elektrotechniker mit einem Lehrabschluss im Bereich Elektrotechnik.

Die Pflichtgegenstände umfassen drei Hauptgruppen:

  • allgemeine Gegenstände (Allgemeinbildung, Sprachausbildung, Naturwissenschaft, Wirtschaft und Recht, Persönlichkeitsbildung)
  • fachtheoretische Gegenstände (technische Gegenstände für den Theorieunterricht)
  • fachpraktische Gegenstände (Laboratorium, Computergestützte Projektentwicklung)


Weiters kann jeder Schüler unverbindliche Übungen und Freigegenstände besuchen.

AUSBILDUNGSZIELE:

Die Ausbildung vermittelt umfangreiche Kenntnisse über Planung, Dimensionierung und Realisierung technischer Projekte in den Bereichen:

  • Energiesysteme

  • Nachhaltiges Energiemanagement

  • Antriebstechnik

  • Automatisierungstechnik

  • Industrieelektronik

 

Der Fachbereich Energiesysteme konzentriert sich auf die moderne und effiziente Versorgung von elektrischen Verbraucheranlagen in Haushalt, Gewerbe und Industrie. Darüber hinaus werden die Bereiche Energieerzeugung, Energieübertragung und Energiewirtschaft behandelt.

Ergänzt und vertieft wird dieser Bereich durch den schulautonomen Schwerpunkt Nachhaltiges Energiemanagement. Hier werden die Themen Erneuerbare Energien, Speichertechnologien, Bedarfsminimierung, Energieautarkie, Effizienzsteigerung, Versorgungssicherheit, Ökologischer Fußabdruck, Wege zur Energiewende und noch einiges mehr behandelt.

Der Bereich Antriebstechnik konzentriert sich auf den Einsatz elektrischer Motoren und Generatoren. Im Zusammenwirken mit leistungselektronischer Ansteuerung entstehen hocheffiziente Antriebssysteme für den Industrie- und Gewerbeeinsatz. Selbstverständlich ist auch die E-Mobilität ein wichtiges Thema.

Die Automatisierungstechnik liefert das nötige Knowhow in der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Hier wird insbesondere Wert gelegt auf automatisierte Datenerfassung und –auswertung und den Einsatz von SPS (speicherprogrammierten Steuerungen).

Die Industrieelektronik liefert die für den Elektrotechniker nötigen Grundlagen im Bereich elektronische Schaltungstechnik, Datenerfassung und Signalübertragung. Vertiefend wird in Fachspezifischer Informationstechnik auf Mikroprozessoren, Netzwerktechnik und Bussysteme eingegangen.

Die Kombination der Lehrinhalte mit den praktischen Fächern "Computerunterstützte Projektentwicklung" und  "Laboratorium" erweist sich als eine besondere Möglichkeit, die Theorie bei praktischen Anwendungen zu erfahren. Neben den technischen Qualifikationen besitzen die Absolventen auch wirtschaftliche und juristische Grundkenntnisse. Die Sprachausbildung in Deutsch und Englisch wird durch Kommunikations- und Präsentationstechniken ergänzt.

BERUFLICHE FÄHIGKEITEN:

Die Absolventen verfügen über Kenntnisse in der Planung, Berechnung, Dimensionierung und normgerechten Auslegung elektrotechnischer Anlagen für die Bereiche Industrie, Gewerbe und Haushalte, sowie auf den Gebieten der Energieerzeugung, -übertragung und -versorgung. Sie wurden während ihrer Ausbildung mit projektorientierten Arbeitsweisen (Projektmanagement) vertraut gemacht, sind es gewohnt den Computer intensiv zu verwenden und sich neues Wissen zu erarbeiten bzw. sich neue Informationsquellen zu erschließen. Sie sind in der Lage Entwurfs-, Fertigungs- und Installationspläne zu erstellen, und deren Ausführung in der Praxis zu überwachen.

Neben ihren technischen Qualifikationen besitzen die Absolventen auch wirtschaftliche und juristische Grundkenntnisse (Marketing, Mitarbeiterführung, Verhandlungstechnik, Vertragsgestaltung, Präsentationstechnik). Die Absolventen sprechen zumindest die Fremdsprache Englisch, und konnten ihre Kommunikationsfähigkeit durch eine Reihe von Referaten entwickeln.

 

Stundentafel des Aufbaulehrganges für ELEKTROTECHNIK NACHHALTIGES ENERGIEMANAGEMENT

 

 

Semester

 

 

 

Gegenstände

I.

II.

III.

IV.

 

Summe

 

 

Allgemeine Pflichtgegenstände

 

Religion

1

1

1

1

 

4

 

 

Deutsch und Kommunikation

3

3

2

2

 

10

 

 

Englisch

3

3

2

2

 

10

 

 

Angewandte Mathematik

4

4

2

2

 

12

 

 

Informationsmanagement und QS

2

2

2

2

 

8

 

 

Wirtschaft und Recht

-

-

3

3

 

6

 

 

Angewandte Informatik

2

2

-

-

 

4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fachtheorie und Fachpraxis

 

Energiesysteme

2

2

2

2

 

8

 

 

Automatisierungstechnik

2

2

2

2

 

8

 

 

Antriebstechnik

2

2

2

2

 

8

 

 

Industrieelektronik

5

5

-

-

 

10

 

 

Nachhaltiges Energiemanagement

2

2

4

4

 

12

 

 

Fachspezifische Informationstechnik

4

4

2

2

 

12

 

 

Computergestützte Projektentwicklung

3

3

5

5

 

16

 

 

Laboratorium

-

-

6

6

 

12

 

 

Gesamtwochenstundenzahl

35

35

35

35

 

140

 

Freigegenstände: Zweite lebende Fremdsprache, Kommunikation und Präsentation, Datenbanksysteme, Programmieren, Netzwerktechnologien, "Europäischer Computer-Führerschein" (ECDL), Linux (Grund- und Aufbaukurs), Qualitätsmanagement, Projektengineering und -praktikum

Unverbindliche Übungen: Leibesübungen, Englisch (Internationale Qualifikationen)

Pflichtpraktikum: 8 Wochen, wobei bereits geleistete Praktika angerechnet werden können.


STUDIENBERECHTIGUNGEN und TITEL

Die erfolgreich abgeschlossene Reife- und Diplomprüfung beinhaltet folgende Berechtigungen:

  • Studium an jeder Universität (allenfalls mit Zusatzprüfung Latein, Biologie, Griechisch)
  • Studium an jeder Fachhochschule - bei fachlich einschlägigen Studienrichtungen ist der Einstieg in das 3. Semester möglich!
  • Verleihung der Standesbezeichnung "INGENIEUR" nach dreijähriger facheinschlägiger Berufspraxis (auf Antrag)



GEWERBEBERECHTIGUNGEN
(Download:  Zusammenstellung mit Rechtsgrundlagen)

  • Recht zur Ablegung der Meisterprüfung für eine Anzahl von Handwerken und verbundenen Handwerken, z. B. Mechatroniker (Elektronik, Büro- und EDV-Systemtechnik, Elektromaschinenbau und Automatisierung, Medizingerätetechnik)
  • Zugang zu reglementierten Gewerben nach Erbringung weiterer Erfordernisse (Mindest-Fachpraxiszeiten, Befähigungsprüfungen, Lehrgänge), z. B. Mechatroniker
  • Entfall der Unternehmerprüfung laut Gewerbeordnung



SONSTIGE BEGÜNSTIGUNGEN

  • Ersatz von Lehrzeiten in einer Reihe von Lehrberufen; das Ausmaß des Lehrzeitersatzes hängt von der Anzahl positiv absolvierter Schulstufen ab.
  • Anrechnung von Vorkenntnissen bei Eintritt in einen Fachhochschul-Studiengang; das Ausmaß richtet sich nach der Verwandtschaft der Ausbildungen - bei einschlägigen technischen Studienrichtungen ist der Einstieg in das 3. Semester möglich!
  • Anerkennung der Berufsberechtigungen im gesamten EU-Raum.

Downloads:
Lehrplan KET:  Lehrplan_KET.pdf


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