Planspiel Globalisierung

 

Am 2. Juni besuchte die 3AHMBT gemeinsam mit den GGP-Lehrerinnen Irene Ecker und Heike Podgorschek die AK Wien. Am Programm stand für die Klasse ein fünfstündiges Planspiel zum Thema Globalisierung. Bei diesem Spiel ging es um die Standortverlagerung eines heimischen Betriebs aus Kleindorf nach Indien oder China. Sechs Interessensgruppen wurden gebildet: Die Geschäftsführung, der Betriebsrat, der Gemeinderat, die Bank (für die finanziellen Ressourcen zuständig) und der Wirtschaftsförderungsfonds (Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, nachhaltige regionale Entwicklung, Ansiedlung von neuen Unternehmen), sowie eine Pressegruppe, die als vierte Macht in der Demokratie aufklären sollte über die Standortverlagerung und die LeserInnen jeweils über den letzten Stand der Dinge informieren sollte.

 

Es gab insgesamt sechs Gesprächsrunden zwischen den einzelnen Playern, diese Runden wurden von den Spielleitern genau vorgegeben. Außerdem gab es noch das „Wirtshaus“ als informellen Treffpunkt, der von einzelnen Vertretern der Interessensgruppen jederzeit genutzt werden konnte. (Sehr realitätsnah!)
Nach jeder zweiten Runde wurde von der Pressegruppe eine Pressekonferenz einberufen, bei der es jedes Mal sehr hitzig herging. Die informelle Plattform des „Wirtshauses“ wurde sehr häufig von den Vertretern der einzelnen Gruppen benützt.
Die Presse gab auch eine Zusatzinformation zwischendurch heraus, dass am geplanten neuen Standort in Indien eine Erdbebenkatastrophe stattgefunden hat. Nun musste der zweite mögliche Standort in China in Erwägung gezogen werden.
Zum Abschluss gab es eine große Fernsehkonferenz, bei der das Endergebnis verkündet wurde und jede der Interessensgruppen einen letzten Kommentar abgeben konnte.

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Die Schüler waren mit Feuereifer und viel Sachkenntnis zum Thema Globalisierung ausgestattet bei der Sache. Dies zeigt, dass der kompetenzorientierte Unterricht im Fächerverbund zu sehr guten Lernergebnissen geführt hat.
Außerdem waren die einzelnen Gruppen erstaunlich kompromissbereit und versuchten wirklich eine win-win- Situation anzustreben.
Die Firma Chips-AG mit hunderten Arbeitsplätzen wurde letztendlich nicht ausgelagert, allerdings zeigte sich der Betriebsrat bereit auf geringfügige Lohnkürzungen einzugehen.
Am Schluss kam es noch zu einer ausführlichen Reflexion des Geschehens.
Ein gutes Beispiel für handlungsorientierten Unterricht zu einem Thema im neuen Lehrplan GGP, das Geografie, Geschichte, Politische Bildung und Volkswirtschaft kompetenzorientiert verbindet.
Das sehr positive Feed-Back der AK-TrainerInnen für unsere Schüler und die Performance der HTL Wien 10 bei dieser Veranstaltung an sich hat uns natürlich sehr gefreut.

Copyright 2011 HTL Wien 10 - Planspiel Globalisierung. Htl Wien 10 Ettenreichgasse
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